Home / Uncategorized / Stimme im Lehrberuf: Erklärvideos

Stimme im Lehrberuf: Erklärvideos

Für die Kommunikationswerkstatt PLUS habe ich zwei Erklärvideos zum Thema Stimme im Lehrberuf erstellt.

 

Im ersten Video sind 5 interessante Fakten zur Lehrerstimme zusammengestellt.

Im zweiten Video finden Lehrkräfte dann 4 Tipps für den Einsatz ihrer Stimme im Unterricht.

Beide sind auch im You-Tube-Kanal der Kommunikationswerkstatt PLUS zu finden.

 

Die Quellen zu den Fakten sind hier gesammelt:

Aussage Quellen
1.    46-74% der Lehrkräfte sind stimmlich belastet Vgl. Beiträge in Gaul, M. & Lang, S. (Hrsg.) (2012): Voice Coaching. Zum richtigen Umgang mit der Stimme im Lehrberuf. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.
2.    Was macht die stimmliche Belastung aus? Gaul, M. (2012): „Voice Coaching“ – Herausforderungen für die Musikpädagogik und für die künstlerische Praxis. Eine Einführung in die Thematik. In M. Gaul & S. Lang (Hrsg.), Voice Coaching. Zum richtigen Umgang mit der Stimme im Lehrberuf (S. 15–28). Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.

Tiesler, G. (2012): Ergonomie der Schule. Wege zu einer neuen Qualität von Schule und Unterricht. In M. Gaul & S. Lang (Hrsg.), Voice Coaching. Zum richtigen Umgang mit der Stimme im Lehrberuf (S. 52–69). Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.

3.    Lehrer gelten als stimmlich enorm belastete Berufsgruppe Lemke, S. (2012): Stimmintensiver Beruf Lehrer/in. Voraussetzungen – Ausbildungsbedingungen – Projekte. In M. Gaul & S. Lang (Hrsg.), Voice Coaching. Zum richtigen Umgang mit der Stimme im Lehrberuf (S. 100–113). Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.

Gaul, M. (2012): „Voice Coaching“ – Herausforderungen für die Musikpädagogik und für die künstlerische Praxis. Eine Einführung in die Thematik. In M. Gaul & S. Lang (Hrsg.), Voice Coaching. Zum richtigen Umgang mit der Stimme im Lehrberuf (S. 15–28). Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.

4.    Es ist besonders problematisch, wenn die Stimme heiser, also  rauh und/oder behaucht ist, dies wird im so genannten RBH-Schema gemessen. Nawka, T. (2012): Feststellung der individuellen Voraussetzungen für einen Stimmberuf. Elemente der Tauglichkeitsuntersuchung. In M. Gaul & S. Lang (Hrsg.), Voice Coaching. Zum richtigen Umgang mit der Stimme im Lehrberuf (S. 39–51). Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.
5.    Es werden fünf Funktionen der Stimme in Zusammenhang mit dem Gesagten unterschieden. Moore, Nina-Jo; Hickson, Mark; Stacks, Don W. (2014): Nonverbal communication. Studies and applications. Sixth edition. New York: Oxford University Press.
6.    Die Stimme beeinflusst die Lernleistung der Schüler und die Beziehung Lemke, S. (2012): Stimmintensiver Beruf Lehrer/in. Voraussetzungen – Ausbildungsbedingungen – Projekte. In M. Gaul & S. Lang (Hrsg.), Voice Coaching. Zum richtigen Umgang mit der Stimme im Lehrberuf (S. 100–113). Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.

Morton, V., Watson, D.R. (2001). The impact of impaired voval quality on children‘s ability to process spoken language. Logopedics, Phoniatrics, and Vocology, Vol. 26, S. 17-25

Eckert, H. (2004): Die Wirkung der Stimme auf das Zuhören in der Schule. Grundschule, 36(2), 48-49.

Morton, V. und Watson, D.R. (2001): The impact of impaired vocal quality on children’s ability to process spoken language. Logopedics Phoniatrics Vocology, 26, 17-25.

Rogerson, J. und Dodd, B. (2005): Is there an effect of dysphonic teachers’ voices on children’s processing of spoken language? Journal of Voice, 19, 47-60.

Voigt-Zimmermann, S. (2011): Zum Einfluss gestörter Lehrerstimmen auf den

Verstehensprozess bei Schülern. In: I. Bose & B. Neuber (Hrsg.) Interpersonelle

Kommunikation: Analyse und Optimierung, Band 39, Frankfurt, 269-275.

7.    Von der Stimme einer Person wird intuitiv und spontan auf ihr Alter, Aussehen und Geschlecht geschlossen. Während Alter und Geschlecht in der Regel zuverlässig erkannt werden, triftt das auf das Aussehen nur bedingt zu. Sendlmeier, W. F. (2012): Die psychologische Wirkung von Simme und Sprechweise – Geschlecht, Alter, Persönlichkeit, Emotion und audiovisuelle Interaktion. In O. Bulgakowa (Hrsg.), Resonanz-Räume. Die Stimme und die Medien (S. 99–116). Berlin: Bertz und Fischer.

Knapp, M. L./Hall, J. A. (2006): Nonverbal communication in human interaction (6). Belmont: Thomson Higher Education.

Argyle, M. (2013): Körpersprache & Kommunikation. Nonverbaler Ausdruck und soziale Interaktion (10., überarb. Neuaufl.). Paderborn: Junfermann.

8.    Von der Stimme einer Person wird auf deren Persönlichkeitseigenschaften  geschlossen. Personen kommen hier zu übereinstimmend ähnlichen Urteilen, die aber nur bedingt zutreffend sind. Intraversion und Extraversion sind in der Regel zuverlässig lesbar. Sendlmeier, W. F. (2012): Die psychologische Wirkung von Simme und Sprechweise – Geschlecht, Alter, Persönlichkeit, Emotion und audiovisuelle Interaktion. In O. Bulgakowa (Hrsg.), Resonanz-Räume. Die Stimme und die Medien (S. 99–116). Berlin: Bertz und Fischer.

Knapp, M. L./Hall, J. A. (2006): Nonverbal communication in human interaction (6). Belmont: Thomson Higher Education.

9.    Je attraktiver Stimme, desto positiver Urteil über Charakter Morton, V., Watson, D.R. (2001). The impact of impaired voval quality on children‘s ability to process spoken language. Logopedics, Phoniatrics, and Vocology, Vol. 26, S. 17-25
10.  Menschen sind unterschiedlich gut darin, Emotionen aus Stimme zu interpretieren. Wer es gut kann ist weniger ängstlich, etc. Knapp, M. L./Hall, J. A. (2006): Nonverbal communication in human interaction (6). Belmont: Thomson Higher Education:

„Children in preschool and/or elementary school who score higher at decoding face, posture, gesture, or voice tone have been found to be more popular and more socially competent, less anxious, less emotionally disturbed, less aggressive, less depressed, and higher on internal locus of control (defined as the belief that one’s outcomes are controlled by oneself rather than by chance or other people) (Baum & Nowicki, 1998; Izard et al., 2001; Lancelot & Nowicki, 1997; McClure & Nowicki, 2001; Nowicki & Carton, 1997;Nowicki & Duke, 1994; Nowicki & Mitchell, 1998).“ Knapp/Hall 2006 S.78

Adults who do well on tests of decoding nonverbal cues have been found to exhibit the following personal characteristics (Carney & Harrigan, 2003; Funder & Harris, 1986; Rosenthal et al., 1979; see also review by Hall, 1998): Better adjusted, less hostile and manipulating, more interpersonally democratic and encouraging, more extraverted, less shy, less socially anxious, warmer, more empathic, more cognitively complex and flexible, more popular, seen by others as interpersonally sensitive, able to judge others‘ interpersonal sensitivity, rated as higher performing by supervisors, and have warmer and more satisfying relationships. In addition, researchers who study the self-monitoring construct (Gangestad & Snyder, 2000; Snyder, 1974) Knapp/Hall 2006 S.77

11.  Was beeinflusst Stimmen (körperliche Faktoren, erlernte Gewohnheiten, Umgebung, Persönlichkeit) Knapp, M. L./Hall, J. A. (2006): Nonverbal communication in human interaction (6). Belmont: Thomson Higher Education.

Hall, J. A. & Knapp, M. L. (Hrsg.) (2013): Nonverbal communication. Boston: De Gruyter Mouton.

12.  Unstimmiges kann problematisch werden: Inkongruente Nachrichten und paradoxe Handlungserwartungen können zu psychischen Problemen führen. Knapp, M. L./Hall, J. A. (2006): Nonverbal communication in human interaction (6). Belmont: Thomson Higher Education.
Top